Seite drucken

Solar-FAQ

  • Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik? Unterscheiden sich diese Solaranlagen?
    Photovoltaikanlagen nutzen die Sonnenenergie um mit Hilfe von Halbleitern (z.B.: Silizium) einen Spannungsimpuls herzustellen und mittels Generator in Strom umzuwandeln. In der Solarthermie nutzen die Solaranlagen die Sonnenstrahlung um in den Solarkollektoren das Wasser zu erwärmen. Dabei unterscheidet man Solaranlagen die das Brauchwasser erwärmen oder/und mit dem erwärmten Wasser zu heizen. Für jeden Einsatzbereich braucht man einen eigenen Speicher: Das erwärmte Wasser wird in einem Wärmespeicher gesammelt. In einem Pufferspeicher wird das Heizwasser gespeichert. Im Frischwasserspeicher oder Warmwasserspeicher wird das Brauchwasser gespeichert. Es gibt aber auch kombinierte Speicher, wie beispielsweise den Solar-Schichtspeicher mit Sphärentauscher, der das Wasser immer in die Schichtung mit der richtigen Temperatur bringt.

  • Wie ausgereift ist die Solarthermie?
    Einige Solarthermie - Hersteller produzieren und verkaufen Solarkollektoren schon seit Jahrzehnten und können durch stetige Weiterentwicklung technisch einwandfreie Produkte liefern. Um die Qualität der Produkte zu vergleichen gibt es europaweit gültige Zertifikate, wie das Solar Keymark, aber auch nationale Auszeichnungen, die die Effizienz und Qualität der Solaranlagen bestätigen und überprüfen.

  • Was nützt die Solaranlage der Umwelt?
    Für eine dreiköpfige Familie kann man einen Solarspeicher mit 300 Liter Volumen und 6 m² Kollektorfläche annehmen. Durch diese Solaranlage wird in 25 Jahren 60.000 kWh Energie für die Warmwassererzeugung bereitgestellt. Dadurch wird jährlich eine Tonne CO2 Emissionen gespart – in einem einzelnen Haushalt.

  • Wie wirtschaftlich ist eine Solaranlage?
    Die Förderungen sind in allen Ländern verschieden. Fest steht, dass nach einer einmaligen Investition, die vom Land, den Bundesländern und den Gemeinden unabhängig gefördert werden, eine Solaranlage mindestens zwanzig Jahre fast kostenlos Sonnenwärme liefert. Eine österreichische Studie von Gerhard Faninger für das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie aus dem Jahr 2008 besagt, dass sich eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung an sonnenbegünstigten Standorten innerhalb von 10 Jahren, mit staatlichen Förderungen bereits nach 8 Jahren, amortisiert.

  • Wie viele Solaranlagen gibt es bereits?
    Über 200.000 Haushalte nutzen bereits die Sonne für Warmwasser und Raumheizung und sparen sich dadurch rund 90 Millionen Euro an Energiekosten pro Jahr. Bereits mehr als jede dritte neue Solaranlage dient der Heizungsunterstützung, rund zwei Drittel der Anlagen werden im Neubau installiert. 1.800 Solaranlagen sind im Mehrfamilienwohnbau errichtet, weitere 2.000 in Tourismusbetrieben. Bislang sind 15 Prozent aller Einfamilienhäuser mit einer Solaranlage ausgestattet, in Geschoßwohnbauten werden jedoch erst zwei von hundert Wohnungen solar versorgt. Im Tourismus nutzen rund 10 Prozent der Betriebe die Sonne.

  • Wenn es bewölkt ist, arbeitet die Solaranlage trotzdem?
    An bewölkten Tagen nützt die Solaranlage im Sommer immer noch bis zu 80 % der Strahlung und im Winter noch 25 % der Strahlung eines Sonnentages. Die Solaranlage nutzt dabei die diffuse Strahlung, die von den Wolken reflektiert wird.

  • Und wenn die Sonne nicht scheint, hat man dann nur kaltes Wasser?
    Bei der Auslegung (Berechnung) der Solaranlage wird ein solarer Puffer mit einberechnet, der an Sonnentagen das nicht benötigte heiße Wasser im Solar-Speicher sammelt und in der Nacht oder an bewölkten Tagen abgibt. Außerdem kann mit jeder beliebigen Heizanlage (z.B. Öl-, Pellets- oder Gas) nachgeheizt werden.

  • Sind die Kollektoren für die Schneelast im Winter stabil genug?
    Die Solarkollektoren werden regelmäßig dem Qualitätstest der Solar Keymark Zertifizierung unterzogen (setzt sich am Markt zunehmend durch) und sind damit auf Herz und Nieren geprüft. Sie müssen dabei einem bestimmten Druck standhalten und eine gewisse Glasstärke aufweisen. Erst bei meterhohem Schneebelag kann es zu Glasbruch kommen. Darum ist es wichtig die Solaranlage bei der Haushaltsversicherung anzumelden (meist keine Prämienerhöhung).

  • Ist der Kollektor gegen Hagel und Blitz geschützt?
    Alle qualitativ hochwertigen Solarkollektoren sind mit geprüftem und sehr strapazierfähigem Solarglas ausgestattet und halten Hagel stand. Um die Anlage vor Blitzeinschlägen zu schützen empfiehlt sich der Anschluss an den Blitzableiter des Hauses.

  • Kann ich mit Solarwärme nur Wasser erhitzen oder auch heizen?
    Die Solaranlage kann für eine Kombination aus Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung genützt werden. Besonders bei Neubauten mit hohen Dämmwerten geht der Trend Richtung Kombination aus beidem. Im Sommer kann die Solaranlage allein den gesamten Warmwasserbedarf decken, im Frühling und Herbst mit überschüssigem Warmwasser zusätzlich die Heizung unterstützen.

  • Sind Solaranlagen für Brauchwassererzeugung und Heizungsunterstützung überhaupt effizient?
    Für einen wirtschaftlichen Betrieb müssen Voraussetzungen wie Niedrigenergiegebäude mit Niedertemperatur-Heizungsstandorte und regionale Gegebenheiten beachtet werden. Auch die Auslegung (Größe) der Kollektorfläche und des Speichervolumens und das Verbrauchsverhalten sind ausschlaggebend.

  • Macht eine Solaranlage in meiner Gegend überhaupt Sinn?
    Eine Solaranlage kann überall sinnvoll eingesetzt werden, es ändert sich nur die Dimensionierung (Größe) der Solaranlage, um genügend solaren Ertrag zu erreichen. In der Türkei beispielsweise braucht man kleiner Solarkollektoren und Warmwassersspeicher als zum Vergleich in Finnland.

  • Eignet sich mein Dach für eine Solaranlage?
    Jede Dachfläche, die nicht über 45° von Süden abweicht, ist geeignet, wenn Sie ganzjährig unbeschattet ist. Aber es gibt auch Fassadenkollektoren oder die Möglichkeit einer Montage auf Balkonen oder eine Freiaufstellung der Solarkollektoren auf einer Wiese.

  • Muss die Montage der Solarkollektoren genehmigt werden?
    Das ist von Land zu Land verschieden und sollte im Vorhinein bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder der Gendarmerie geklärt werden. Meistens kann der Installateur aber auch schon aus Erfahrung sagen, ob eine Anzeigen- oder Bewilligungspflicht nötig ist.

  • Kann das Dach nach der Montage der Solarkollektoren nicht undicht werden?
    Nein, die Auf- und Einbausysteme sind sicher und die verwendeten Materialen für die Montage werden auf die Dachart abgestimmt. Es gibt auch Solarkollektoren die anstatt der Dachhaut montiert werden und die Dachdeckung ersetzen. Wenn der Installateur sich mit einer Dachart unsicher ist, wird er den Dachdecker oder das Montageteam des Kollektoranbieters um Hilfe bitten.

  • Ist der Einbau zeitaufwendig?
    Je nach Größe der Anlage ist die Installation in einem Tag abgeschlossen.
  • Kann ich Solaranlagen auch nachträglich anbringen?
    Ja, für die Verlegung der Rohre vom Solarkollektor zum Wärmespeicher und umgekehrt können freie Kamine, Lüftungsschächte oder im Notfall auch Installationen an der Außenmauer angebracht werden.

  • Kann ich einen bestehenden Warmwasserspeicher weiter verwenden?
    Ja, man kann den Warmwasserspeicher integrieren und mit einem Pufferspeicher kombinieren. Neue Solar-Schichtspeicher sind meist eine Kombination aus beidem.

  • Muss ich die Solaranlage händisch bedienen oder regeln?
    Nein, mit Hilfe der Solar-Steuerung läuft alles automatisch. Der Installateur nimmt die Anlage für Sie in Betrieb und erklärt ihnen, wie Sie Daten zur Energiebilanzierung abrufen können. Mehr ist nicht nötig, durch die Steuerung läuft die Anlage von alleine.
  • Ist eine Solaranlage sehr wartungsintensiv?
    Eine Solaranlage ist fast wartungsfrei. Man sollte allerdings, wie beim Auto, regelmäßige Services durchführen lassen. Alle drei Jahre sollte die Solaranlage auf Frostsicherheit geprüft werden. Dabei wird auch gleich der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am Besten lässt sich das zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen.

  • Wofür kann ich Solaranlagen einsetzen? Unterscheiden sich Solaranlagen von Einfamilienhäusern und Industriebetrieben?
    Meistens werden Solaranlagen im privaten Bereich zur Warmwassererzeugung genutzt. Bei hohen Dämmwerte und Niedrigenergiebauweisen ist es mittlerweile auch ökonomisch, die Solaranlage für die Heizungsunterstützung einzusetzen. In der Hotellerie wird oft auch die Poolerhitzung mit der Solaranlage unterstützt. Im Wellness-Bereich kann beispielsweise die Fußbodenheizung mit solarer Wärme beliefert werden. Sportstätten können Solaranlagen sehr effizient speziell für die Warmwasserversorgung nutzen. Fußballplätze heizen den Rasen mit Solaranlagen. Campingplätze haben ebenfalls ein sehr gutes Verbraucherverhalten, weshalb die solaren Erträge dort besonders hoch sein können. Industriebetriebe setzen Solarwärmeanlagen hauptsächlich für die Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung ein, binden Solarthermie aber immer öfter für benötigte Prozesswärme und Reinigungsverfahren ein.

Zentrale und Werk I Pöchlarn

Zentrale und Werk I Pöchlarn

Bramacstraße 9

3380 Pöchlarn

Niederösterreich

Österreich

Tel: 02757/40 10-0

Fax: 02757/40 10-61

e-mail: mk(at)bramac.com

Web: www.bramac.at

Anfrage via Kontaktformular