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Solar-ABC

  • Absorber
    Der Absorber ist der Teil des Solarkollektors, der die einfallende Solarstrahlung aufnimmt, in thermische Energie umwandelt und über den Wärmetauscher (Absorberrohre) der Solarflüssigkeit zuführt. Er besteht meist aus einer mit einer Spezialbeschichtung versehenen Empfangsfläche aus Blech - der Platine - und aufgelöteten oder direkt in das Blech gepressten oder gerollten Rohren, die von der Solarflüssigkeit (in der Regel ein Wasser-Frostschutz-Gemisch) durchflossen werden. Die Güte des Absorbers wird durch das Absorptions-Emissionsverhältnis ausgedrückt. Beispiel: Absorption 95%, Emission 5%. Mehr als 95% des auf die Absorberplatte treffenden Lichts werden aufgenommen und weniger als 5% der umgewandelten Wärme wird wieder abgegeben.

  • Aperturfläche
    Glasfläche eines Kollektors, durch die die Solarstrahlung eintreten kann.

  • Brauchwasser
    Trinkwasser, das zum Waschen, Putzen, Spülen, Duschen, Baden etc. genutzt wird.

  • Bruttofläche
    Gesamtausmaße des Kollektors

  • Diffuse Strahlung
    Solarstrahlung, die uns aus allen Richtungen - nach Streuung des Sonnenlichts an Wolken, Nebeln, Bergen, Gebäuden - erreicht.

  • Direkte Strahlung
    Solarstrahlung, die direkt von der Sonne auf den Kollektor trifft. Sie ist intensiver als die diffuse Strahlung. Übers Jahr trifft jedoch etwa gleich viel diffuse wie direkte Strahlung auf den Kollektor.

  • EPDM-Gummidichtung (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer)
    Frostsicher, klebbar, flexibel, sehr gute UV-Resistenz, hohe Temperaturbeständigkeit, sehr lange Lebensdauer.

  • Flachkollektor
    Es ist ein Sonnenkollektor, bei dem der Absorber in einem flachen, wärmegedämmten Gehäuse untergebracht ist, das mit einer Glasplatte verschlossen wurde.

  • High-Flow-System
    In sogenannten High-Flow-Systemen (high-flow, engl = schnell fließen) zirkulieren mehr als 50-60 Liter Wärmeträgerflüssigkeit pro m² Kollektorfläche und Stunde.

  • Indach-Montage
    Bei der Indach-Montage von Solaranlagen wird der Solarkollektor oder das Solarmodul in die vorhandene Dacheindeckung von geneigten Dächern integriert.

  • Lichttransmissionsgrad
    Durch Reflexion an der Glasabdeckung und Absorption beim Durchgang durch das Glasmaterial erreicht in einer Solaranlage ein Teil der einfallenden Strahlung nicht den darunterliegenden Absorber. Der Transmissionsgrad beschreibt die Durchlässigkeit der Glasscheibe.

  • Low-Flow-System
    In sogenannten Low-Flow-Systemen (low-flow, engl = langsam fließen) zirkulieren weniger als 25 Liter Wärmeträgerflüssigkeit pro m² Kollektorfläche (high-flow = 50-60 Liter) und Stunde. Ermöglicht wird die Verringerung der Umwälzmenge durch leistungsfähigere Kollektoren: Geringere Wärmeverluste erlauben höhere Temperaturdifferenzen zwischen Kollektor und Speicher - es muss weniger Flüssigkeit transportiert werden, um die gleiche Menge an Energie zu den Wärmeabnahmestellen zu führen.

  • Rücklauf
    Der Leitungsteil des Solarkreises, in dem die Solarflüssigkeit vom Speicher zu den Kollektoren transportiert wird.

  • Sicherheitshartglas
    Eisenarm: Je geringer der Eisenanteil im Glas, desto weniger Sonnenlicht wird reflektiert.
    Strukturiert: Die Struktur des Glases dient der Entspiegelung und zur Verbesserung der Optik des Kollektors.

  • Solarer Deckungsgrad
    Gibt den prozentuellen Anteil der benötigten Energie an, der durch die Solaranlage im Jahresmittel gedeckt wird.

  • u-Wert (früher k-Wert):
    Maßzahl für den Wärmestrom, der durch eine Fläche von 1 m² hindurchgeht. Je kleiner der u-Wert, umso besser ist die Isolierung.

  • Vorlauf
    Der Leitungsteil des Solarkreises, in dem die erwärmte Solarflüssigkeit vom Kollektor zum Speicher transportiert wird.

  • Wärmeverlustkoeffizient
    Linearer Wärmeverlustkoeffizient: Der "K"-Wert bzw. "U"-Wert des Kollektors. Menge an abgestrahlter Wärme pro m² und Kelvin.
    Quadratischer Wärmeverlustkoeffizient: Der "K"-Wert bzw. "U"-Wert des Kollektors. Menge an abgestrahlter Wärme pro m² und Temperatur zum Quadrat.

  • Wirkungsgrad
    Kurzzeichen η (sprich: ETA): Die Menge der gewonnenen Energie im Verhältnis zur eingestrahlten Energie. Beispiel: Wirkungsgrad von 80,5% bedeutet, dass 80,5% des von eingestrahlten Sonnenlichtes in Wärme umgewandelt werden kann (Der Rest von 19,5% sind Verluste durch wieder abgestrahlte Wärme, Reflexion des Lichtes am Glas und Reflexion des Lichtes am Absorber).

    η0 = 0,805 bedeutet, dass 80,5% der eingestrahlten Sonnenenergie in Wärme umgewandelt wird, bei einer Temperaturdifferenz von 0° C zwischen Außentemperatur und mittlerer Kollektortemperatur.

    η0,05=0,62 bedeutet, dass 62% der eingestrahlten Sonnenenergie in Wärme umgewandelt wird, bei einer Temperaturdifferenz von 40° C zwischen Außentemperatur und mittlerer Kollektortemperatur und einer Strahlungsintensität von W/m² (0,05 = 40/800).

Zentrale und Werk I Pöchlarn

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