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Dimensionierungsrichtlinien

Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zur Brauchwasserbereitung, Schwimmbaderwärmung oder Heizungsunterstützung lässt sich nicht durch den Vergleich der Kosten für fossile Brennstoffe mit den Abschreibungskosten der Anlage ausdrücken, sondern nur durch ihren Wirkungsgrad bzw. ihren ganzjährigen Deckungsgrad.

Deshalb sollten bei der Dimensionierung einer Solaranlage folgende Faktoren, die auch die klimatischen Voraussetzungen in Österreich berücksichtigen, beachtet werden:

  • Brauchwasseranlagen sollen dem tatsächlichen Benutzerverhalten angeglichen werden. Die Jahresdeckungsgrade sollten je nach Anlage zwischen 40% und 70% liegen.
  • Solaranlagen eignen sich auch zur Heizungsunterstützung. Die dafür üblichen Kollektorflächen eines gut gedämmten Einfamilienhauses betragen zwischen 16 m² und 20 m².
  • Um eine unwirtschaftliche Überdimensionierung von Anlagen zu vermeiden, sollten anerkannte Dimensionierungsrichtlinien beachtet werden.

Zwar muss jede Anlage gewisse „Reserven“ bieten, die gelegentlich Wärmeüberschüsse produziert. Grundsätzlich sollte aber in unserer Klimazone ein wirtschaftlicher, solarer Deckungsgrad von höchstens 70% angestrebt werden.

Wärmekosten in Abhängigkeit vom solaren Deckungsgrad

Die Grafik verdeutlicht, dass die wirtschaftlichste Dimensionierung im Mehrfamilienwohnbau bei einem solaren Deckungsgrad von 40% liegt. (Quelle. Prof. G. Faninger, Universität Klagenfurt)

Heizenergiebedarf und Solarenergieangebot in %

Anhand der untenstehenden Grafik wird deutlich, dass die Überschussenergie im Sommer nicht genutzt werden kann. Nur durch aufwendige Speicher kann diese Energie bis in den Winter „gerettet“ werden. Praxisbeispiele zeigen, dass dies durchaus möglich ist und dem Betreiber eine größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber fossilen Energieträgern ermöglicht. So kann z.B. im Sommer mit der Überschussenergie ein Schwimmbad beheizt werden.

Kollektorfläche

Die Dimensionierung von Solaranlagen und damit auch von der Kollektorfläche ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • Warmwasserbedarf
  • Heizwärmebedarf (wenn Heizungsunterstützung gewünscht wird)
  • gewünschter solarer Deckungsgrad
  • Standort /Wetter
  • Ausrichtung und Neigung
  • Kollektortyp

Kollektorfläche:
Als Faustregel gilt: ca. 1,5 Kollektorflächen pro Person

Neigungswinkel der Kollektoren > 20°
Ausrichtung von Südost bis Südwest.

Speichergröße

Täglicher Warmwasserbedarf (45° C) pro Person in Liter

sparsam

mittel

hoch

30 - 40

50 - 60

70 - 100

Der Boiler sollte so dimensioniert werden, dass ein Schlechtwettertag problemlos überbrückt werden kann.

Als Faustregel gilt:
Einfamilienhaus: Warmwasserbedarf x 2
Mehrfamilienhaus: Warmwasserbedarf x 1,5 oder ca. 50 –100 Liter Speichervolumen pro m2 Kollektorfläche

Beispiel:
Einfamilienhaus 4 Personen = 160 l Warmwasserbedarf (4 x 40 l)
Boilergröße = 160 l x 2 = 320 l = 300-Liter-Boiler

Bramac-Tipp zur Dimensionierung: Bramac-Planungsspezialisten errechnen für Ihren speziellen Anwendungsfall auf Basis ein - gereichter Erhebungsbögen kostenlos das jeweils optimale Verhältnis der Kollektorfläche zur Speichergröße! Zum Solar-Erhebungsbogen

Zentrale und Werk I Pöchlarn

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